Tarifvertrag dehoga nrw tabelle

Wie Tabelle 1 jedoch deutlich zeigt, ist die Zahl der von Tarifverhandlungen erfassten Betriebe in den einzelnen Industriesektoren sehr unterschiedlich. Weitere Faktoren, die die Tarifsicherung beeinflussen, sind die Größe des Betriebs, die Existenz eines Betriebsrats und der Standort des Betriebs. Ostdeutsche Betriebe fallen seltener unter einen Branchentarifvertrag. Wie oben dargelegt, bieten sektorale Arbeitgeberorganisationen ihren Mitgliedern in der Regel eine Vielzahl von Dienstleistungen an. Neben ihrer Beteiligung an Tarifverhandlungen bieten sie Rechtsberatung und Informationsdienste an. Darüber hinaus vertreten sektorale Arbeitgeberorganisationen in der Regel die gemeinsamen Interessen und gemeinsamen Standpunkte ihres Sektors im Umgang mit anderen Institutionen wie Regierungsstellen, Gewerkschaften und Medien. Im Jahr 2003 war der Tarifvertrag höher: Rund 39 % aller Betriebe, die 59 % der Beschäftigten beschäftigten, waren an eine Branchenvereinbarung gebunden. Wie im Jahr 2007 gab etwa ein weiteres Viertel der ungebundenen Betriebe (für die weitere 17 % der Beschäftigten befliegten) an, die Branchenvereinbarung als Richtschnur zu nutzen. In Deutschland herrscht der regionale Branchentarifvertrag. Branchenspitzen-Arbeitgeberorganisationen koordinieren in der Regel die Tarifstrategien ihrer Mitglieder, z. B. durch Empfehlungen.

Die Tarifverhandlungen werden von ihren Mitgliedern geführt. In anderen Tarifregionen könnten jedoch Pilotverträge einer Tarifregion angenommen werden, wie dies beispielsweise bei der Tarifrunde 2008 in der Metall- und Elektroindustrie (DE0812049I) der Fall war. Neben den Tarifverhandlungen bieten die sektoralen Arbeitgeberverbände ihren Mitgliedern darüber hinaus Rechtsberatung und Informationsdienste an, erstellen gemeinsame Standpunkte zu branchenrelevanten Fragen und vertreten die Interessen ihrer Mitglieder, wie oben erläutert. % der Unternehmen ohne Tarifvertrag (davon tarifvertraglich als Richtschnur) Ebenso koordiniert der ZDH über sein Mitglied UDH die Tarifbeteiligungen seiner angeschlossenen Mitglieder im Handwerk. Die Organisation hält die Mitglieder über aktuelle Themen auf dem Laufenden, ist aber nicht direkt an Tarifverhandlungen beteiligt. In dieser Hinsicht haben sich die Rollen des BDA und des ZDH seit 2003 nicht wesentlich verändert. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Weiterentwicklung des Handwerks gelten, der im Gegensatz zu anderen Industriezweigen durch das Handwerks- und Handelsgesetzbuch geregelt ist.