Tarifvertrag tvöd zeitzuschläge

Um Mindestlöhne oder Mindestlöhne in einem Tarifvertrag festzulegen, werden die Arbeitsarten nach verschiedenen Kriterien klassifiziert. Zum einen geht es dabei um eine Beschreibung der geleisteten Arbeit, die manchmal speziell bezeichnete Berufe enthält. Darüber hinaus spielen Qualifikation (z.B. Ausbildung) und Berufserfahrung eine Rolle. Im Falle von Angestellten ist die Anerkennung früherer Beschäftigungszeiten ein weiterer wichtiger Faktor bei der Festlegung des Gehaltsniveaus. Es gibt viele Ausnahmen in Bezug auf die Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf jeden Arbeitstag. Ein Beispiel ist die Regelung, die eine Verlängerung der normalen täglichen Arbeitszeit auf neun Stunden ermöglicht, um einen “kurzen Freitag” und eine längere Wochenendruhezeit zu ermöglichen. Sonderzahlungen sind nicht gesetzlich festgelegt, sondern meist tarifvertraglich festgelegt. Typische Sonderzahlungen sind Jahresurlaubsgeld und Weihnachtsgeld, die auch als 13. und 14. Monatsgehälter bezeichnet werden, oder Jahresurlaubsbonus und Weihnachtsgeld. Jahresurlaubsgeld und Weihnachtsgeld, die in der Regel im Sommer und Winter ausgezahlt werden, belaufen sich jeweils auf etwa einen Monatslohn oder ein Monatsgehalt. Viele Tarifverträge enthalten Regelungen, die eine Verlängerung der normalen Arbeitszeit auf mehr als 40 Stunden pro Woche (z.

B. auf bis zu 44 Stunden) ermöglichen, wenn die durchschnittliche Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums die im Tarifvertrag festgelegte normale Wochenarbeitszeit (in der Regel 38,5 Stunden) nicht überschreitet. Mit anderen Worten, in einer Woche werden mehr Arbeitsstunden und in einer anderen weniger Stunden gearbeitet, um dies auszugleichen. Folglich werden im Bezugszeitraum keine Überstunden angesammelt. Nach einer Änderung des Entsendegesetzes aus dem Jahr 2009 ist es nicht erforderlich, eine Vereinbarung über mehrere Arbeitgeber zu verlängern, um einen Mindestlohn für Beschäftigte im Gesundheitswesen festzulegen. Im Mai 2010 genehmigte das Bundesarbeitsministerium vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2014 einen Mindestlohn (8,50 Euro in Westdeutschland/7,50 Euro in Ostdeutschland) für Hilfspflegekräfte, mit Ausnahme von Pflegekräften in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren. Es wird eine Lohnerhöhung von 0,25 Cent pro Stunde pro Jahr geben. Die Genehmigung beruhte auf der Entscheidung einer Lohnkommission, die vom Ministerium aus VKA, Arbeitgeberverband Pflege, AWO, kirchlichen Dienstleistern und verdi eingesetzt wurde.

Bei den privaten Krankenhaus- und Klinikbeschäftigten gibt es eine Rahmenvereinbarung von BDPK und DHV/medsonet über die Arbeitszeit und das Renumerationssystem, aber in den meisten deutschen Regionen gibt es keine Lohnvereinbarungen für mehrere Arbeitgeber. Nur wenige Regionalverbände der BDPK haben Tarifverträge mit ver.di oder DHV/medsonet abgeschlossen.